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Leuchtende Nachtwolken über der Sternwarte Michelbach |
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Im Sommer 1885 wurden die Leuchtenden Nachtwolken erstmals gesehen und beschrieben. Besonders Otto Jesse und Wilhelm Förster von der Berliner Sternwarte widmeten sich ihrer Erforschung. Schon damals überraschte die Wissenschaftler die Höhe dieser Wolken: Unglaubliche 83 km! Zu beobachten sind die NLC´s auf der
nördlichen Erdhemisphäre zwischen Mai und August und dann nur spät nach
Sonnenuntergang, wenn unser Tagesgestirn sich 6 – 16 ° unter dem Horizont
befindet. Es muss die Dämmerung schon sehr weit fortgeschritten sein, damit
sich die dünnen Wolken, die noch von der Sonne bestrahlt werden müssen, vom
dunklen Himmel abheben können (Sternenlicht durchdringt diese fast
ungehindert). Normalerweise werden sie nur von Beobachtern zwischen 50° und
65° nördlicher bzw. südlicher Breite gesichtet. Stehen sie für südlichere
Orte bei uns zu tief am Nordhorizont, so ist es nördlich von 65° in den
Sommermonaten während der Nachtstunden zu hell, und die Wolken heben sich
nicht mehr gegen den Himmel ab. Die Bestandteile der NLC´s sind
Eiskristalle, die sich bei Temperaturen von bis zu –150° C (!)
aus dem in geringsten Mengen vorhandenen Wasserdampf an
Kristallisationskeimen bilden. Der Entstehungsmechanismus der Wolken ist
trotz intensiver Forschung bis heute nicht restlos geklärt. Die unten stehenden Aufnahmen wurden von Karl Beck mit einer Minolta Z1 fotografiert. Belichtungen 8-30 Sekunden. |
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Diese Aufnahmen der gleichen NLC stammt von J. Gruber, aufgenommen in Hofstetten |
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